
- Film Plakat - http://www.the-reel-mccoy.com/movies/2001/images/P
"Remember Pearl Harbor" ist ein bekanntes Lied und zeigt ganz deutlich, dass dieses Ereignis für viele Amerikaner immer noch ein Trauma ist. Die Verfilmung ist ein erster Schritt dieses Ereignis zu verarbeiten und nach vorne zu Blicken.
Inhaltsangabe des Films
Aufkommende Konflikte und erste Begegnungen
Rafe und Danny sind Piloten der U.S. Army. Rafe wurde in die Eagle Squadron aufgenommen und wird nach Großbritannien versetzt, um dort gegen die deutsche Luftwaffe zu kämpfen. Vor seiner Abreise lernt er noch die Krankenschwester Evelyn kennen, mit der er anschließend zusammen ist. Roosevelt will Großbritannien zur Unterstützung Flugzeuge, Munition, Bomber, Soldaten und Schiffe schicken. Wegen dem amerikanischen Öl-Embargo hat Japan nur noch Öl-Reserven für 18 Monate und plant deswegen Pearl Harbor anzugreifen, um die Pazifikflotte und Flugzeuge zu zerstören. Die Piloten und die Krankenschwestern werden nach Hawaii versetzt, wo Admiral Kimmel nicht versteht, dass Washington die Drohungen aus Japan ignoriert und trotzdem will, dass die Flotte einsatzbereit ist.
In Großbritannien wird Rafe abgeschossen und Evelyn, dass Rafe tot ist. Die zwecks Desinformation gesendeten japanischen Funksprüche erfüllen ihren Zweck, da Washington über die Absichten des Kaiserreichs nur Vermutungen anstellen kann. Als am 30.10.1941 bekannt wird, dass zwei japanische Träger-Gruppen ausgelaufen sind und deren Verbleib ungeklärt ist, wächst das Misstrauen gegenüber Japan. Danny und Evelyn kommen derweil einigermaßen über den Tot von Rafe hinweg und sind sich in den letzten Monaten näher gekommen. Rafe kehrt allerdings zurück, da er den Absturz überlebte. Als er erfährt, dass Danny und Evelyn zusammen sind, ist er wütend und hat eine Auseinandersetzung mit Danny.
Der Angriff beginnt
Die japanische Flotte ist zu dem Zeitpunkt 320 Meilen von Pearl Harbor entfernt und die Piloten beginnen mit dem Start der Flugzeuge. Die Radarstation auf Oahu empfängt ein Echo, welches von Leutnant Tyler als die erwartete B-17 Staffel identifiziert wird. Admiral Kimmel erfährt, dass ein feindliches U-Boot versenkt worden ist. Im Dechiffrier Geheimdienst wird eine Nachricht abgefangen, welche die japanische Botschaft instruiert, Dokumente zu vernichten und die Friedensgespräche zu beenden, da der Angriff unmittelbar bevor steht. Die Amerikaner werden völlig von dem Angriff der Japaner überrascht, die mit Torpedos und Bomben auf Schiffe und Flugplätze feuern. Sie versuchen sich dennoch gegen die Angriffe zu wehren. Die japanischen Piloten zerstören mehrere Schiffe. Rafe und Danny schaffen es zwei Flugzeuge zu startet und schießen auch ein paar japanische Flugzeuge ab. Admiral Yamamoto erfährt von dem überwältigen Sieg und schickt die dritte Angriffswelle nicht los, da das Überraschungsmoment vorbei ist. Eine Stunde zu spät erhält Admiral Kimmel die Nachricht: „Angriff durch japanische Truppen wahrscheinlich.“
Der Gegenangriff durch die Doolittle Raider
In Washington erzählt Roosevelt der Presse von dem Angriff, bei dem über 3.000 Amerikanern starben und schwere Verluste entstanden sind. Er verhängt den Kriegszustand und bezeichnet den 07.12. als Tag der Schande. Während die Japaner ihre militärischen Eroberungen im Pazifik fortsetzten, hat Amerika einen Plan entwickelt, wie Tokyo angegriffen werden kann. In einem Training bildet Leutnant Colonel Doolittle Freiwillige aus. Am 2. April 1942 sticht die USS-Hornet in See. Die Piloten hängen Freundschaftsmedaillen der Japaner an die Bomben und am 18.04. beginnt die Mission. Die USS-Hornet wird jedoch schon vorher von einem japanischen Aufklärer entdeckt und die Piloten müssen daher früher starten, obwohl der Treibstoff vielleicht nicht bis nach China reicht. Die Piloten treffen einige Fabriken und schaffen es bis nach China, wo unter anderem Rafes und Dannys Flugzeuge landen, allerdings in einem japanisch besetzten Gebiet. Bei einem Kampf mit japanischen Soldaten stirbt Danny und erst in der Nacht holen Chinesen die amerikanischen Piloten ab. Zum Schluss kommen die Piloten wieder in den Vereinigten Staaten an und Evelyn erzählt, dass die Japaner mit dem Rückzug begannen und die Amerikaner nach dem Angriff Doolittels wieder nun Hoffnung auf einen Sieg hatten.
Vergleich mit den historischen Fakten im Film "Pearl Harbor"
In einem Statement erklärt der Regisseur Michael Bay, wie schwierig es ist einen genauen Ablauf der Ereignisse zu kennen:
„Historiker, Autoren, selbst Dokumente der Navy können sich nicht auf einen genauen Ablauf der Ereignisse einigen. Die Erinnerungen der Menschen verblassen und verändern sich im Lauf der Jahre. Jeder hat eine andere Sicht der Dinge. Uns blieb nichts anderes übrig, als den Historikern und Überlebenden zuzuhören und uns dann unsere eigene Meinung zu bilden" .
Michael Bay hat durch Erzählungen der Überlebenden erst den Entschluss gefasst, einen Film über dieses Ereignis zu drehen. Seiner Meinung nach hat jeder Einzelne Heldenhaftes geleistet und im Film hat er versucht die Erlebnisse zu erzählen. Dabei hat er sie jedoch manchmal verändert. z.B. schießen Danny und Rafe beim Angriff auf Pearl Harbor mit ihren Kampfflugzeugen japanische Kampfflugzeuge ab. Dies haben in der Realität die Lieutenants George Welch und Kenneth Taylor vollbracht. Es stimmt jedoch nicht, dass nur diese beiden es schafften ein Flugzeug zu starten. Insgesamt schafften es fünf Piloten. Außerdem beteiligten sich diese Lieutenants nicht am Doolittle Angriff. Dies hat man wahrscheinlich nur ins Drehbuch eingebaut, um die Geschichte besser erzählen zu können. Genauso wie die Liebesgeschichte, die laut Michael Bay vermitteln soll: „Dass es im Leben einer Frau immer diese eine Liebe gibt ... Diese Liebe, die man sich gewünscht hätte und aus irgendeinem Grund ziehen ließ“ . Die Geschichte von Dorie Miller, dem Schiffskoch, entspricht allerdings der Wahrheit. Die Ereignisse in Washington, sowie das unbeschwerte Leben wurden soweit unverfälscht dargestellt. Man merkt deutlich, dass Amerika nicht auf einen Krieg vorbereitet war und Japan unterschätzt hat. Selbst bei der Schlacht, wurden nur wenige Tatsachen geändert z.B., dass auf Wohnhäuser geschossen wurde. In Wirklichkeit wurde nur auf bestimmte Einrichtungen geschossen, da die Munition nicht verschwendet werden sollte. Die drei Schiffe der Pazifikflotte, die im Film als Arizona, Oklahoma und West Virginia identifiziert werden, sind wirklich gesunken. Es wurde allerdings die Zahl der Toten, sowie Kilometer Angaben in die Höhe getrieben.
Die Mission von Doolittle gegen das Kaiserreich entspricht der Wahrheit. Allerdings wurde kein Pilot nach der Landung in China hinterher von den Japanern erschossen. Es wurden lediglich acht Personen gefangen genommen und davon später 3 hingerichtet.
Michael Bay hat die historischen Fakten weitgehend historisch korrekt wieder gegeben. Die Änderungen die er dennoch vorgenommen hat, hat er allerdings zu Gunsten der Amerikaner verändert.
